Eva Reisinger - Männer töten
REZENSION Eigenerwerb Die Erstauflage dieses Buches war schon nach wenigen Tagen restlos ausverkauft und nirgends mehr zu bekommen. Kurz danach kam die Nominierung für den Preis des Österreichischen Debütromans. Das Buch ist gerade in aller Munde - positiv wie negativ. Zumindest hier in Österreich. Schon allein der Titel ist provokant. Töten hier die Männer oder werden Männer getötet? Vielleicht sogar beides? Die wunderschöne Aufmachung des Leykam Verlags tut sein übriges. Das Buch fällt auf. Soll es auch. Eva Reisinger stellt sich die Frage wie ein Matriarchat in einem Land aussehen würde, in dem die Zahlen der Femizide abnormal hoch sind. Wie würde es sich anfühlen wenn man als Frau keine Angst haben muss? Verpacken tut die Autorin diese Themen in Form eines Romans, der sowohl lustig als auch tragisch, stellenweise sogar dramatisch ist. Auffällig ist zuerst einmal der Schreibstil. Er wirkt kühl, distanziert und prägnant. Kein Wort zu viel, alles wird direkt auf den Punkt gebrac...