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Es werden Posts vom März, 2024 angezeigt.

Anja Jahnke - Neus Ich, Altes Leben

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  REZENSION Rezensionsexemplar Anja Jahnkes ''Neues Ich, Altes Leben'' ist der dritte Band einer Trilogie, den ich als Neueinsteigerin ohne Kenntnis der vorherigen Bücher gelesen habe. Obwohl ich die Geschichte von Bella nicht von Anfang an kannte, gelang es mir leicht, in die Welt einzutauchen und mich von den Erlebnissen der Hauptfigur mitreißen zu lassen. Die Autorin schafft es, den Leser*innen mit ihrem einzigartigen Schreibstil von Anfang an zu fesseln. Obwohl ich einige Fragen zu Bellas Vergangenheit hatte, störte mich dies nicht wesentlich, da der Fokus der Geschichte klar auf ihrer persönlichen Entwicklung liegt. Das Bedürfnis, mehr über die vorherigen Ereignisse zu erfahren, verstärkte nur meine Neugier und mein Interesse an den ersten beiden Bänden der Trilogie. Besonders beendruckend fand ich die Fähigkeit von Jahnke, lebhafte Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen. Die Beschreibungen der Orte, insbesondere des Ashrams, waren so detailreich, dass ich mich fast

Tonio Schachinger - Echtzeitalter

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  REZENSION Eigenerwerb Tonio Schachingers ''Echtzeitalter'' ist ein Roman, der in der heutigen Zeit angesiedelt ist und sich auf das Heranwachsen eines Jungen namens Till konzentriert. Obwohl das Buch nicht besonders spannend ist, übt es dennoch eine gewiise Faszination aus, da es Einblicke in das Leben eines Jugendlichen in der heutigen Zeit bietet. Dabei sei gesagt: ich bin sehr froh nicht mehr in dieser Phase des Lebens zu stecken und zur Schule gehen zu müssen. Till kämpft mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens, insbesondere in einer Schulumgebung, die seine Leidenschaft und sein Talent für Gaming nicht zu verstehen und respektieren scheint. Die Charaktere Feli und Fina, die für Till eine wichtige Rolle spielen, könnten für den Leser etwas besser voneinander abgegrenzt sein, um Verwirrung zu vermeiden. Der Schreibstil von Tonio Schachinger ist anspruchsvoll und nicht leicht zu lesen. Die Geschichte fließt nicht so reibungslos wie erhofft, was es dem Leser e

Ferdinand von Schirach - Sie sagt. Er sagt.

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  REZENSION Eigenerwerb Sie sagt. Er sagt. Ein Titel der nicht passender hätte sein können, für eine Handlung die aktueller als eh und je ist. Leider. Unverständlicherweise. Wieder spaltet der Autor mit einer simplen Frage die Nation: wer lügt? In diesem Theaterstück befinden wir uns in einem Gerichtssaal und verfolgen den Prozess Schlüter gegen Thiede. Katharina Schlüter hat ihren ehemaligen Geliebten Christian Thiede wegen Vergewaltigung angezeigt, dieser bestreitet die Tat. Zeugen gibt es keine und so steht Aussage gegen Aussage. Die Lesenden bekommen den Fall aus Sicht von Katharina beschrieben, erfahren alles aus ihrer Perspektive bis ins kleinste Detail. Es kommen aber auch andere Menschen vor das Gericht. So zum Beispiel die beste Freundin, die leitender Polizistin oder auch eine Psychologische Sachverständigerin. Ganz schnell merkt man das es keine Indikatoren für die Wahrheit oder die Lüge gibt. Bis zum Schluss bleibt es bei: Aussage gegen Aussage. Von Schirach spiegelt hier p