Ken Follett - Stonehenge
REZENSION
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Ken Follett gelingt es wie kaum einem anderen Autor, sofort eine besondere Atmosphäre zu erschaffen. Schon nach wenigen Seiten habe ich mich mitten in dieser fremden, urzeitlichen Welt wiedergefunden und konnte direkt abtauchen. Die Kulisse und die Stimmung sind unglaublich lebendig beschrieben.
Besonders interessant fand ich die Handlung rund um die Entstehung von Stonehenge. Die Idee, diesen berühmten Ort in eine epische Geschichte einzubetten, hat mich sehr fasziniert. Sehr gut gefallen haben mir außerdem die drei zentralen Bevölkerungsgruppen, ihre unterschiedlichen Lebensweisen und das komplexe Miteinander – oder Gegeneinander – zwischen ihnen. Diese Dynamik war spannend und hat dem Roman viel Tiefe gegeben.
Insgesamt habe ich das Buch als sehr interessant und moderat spannend empfunden. Allerdings hatte es für mich nicht ganz den gleichen Sog wie andere Werke von Follett. An manchen Stellen gab es spürbare Längen, wodurch das Tempo etwas verloren ging.
Zwischendurch habe ich mich sogar gefragt, ob Stonehenge vielleicht mit dem Gedanken an eine Verfilmung geschrieben wurde – denn die Bilder und Szenen wären auf der Leinwand sicherlich beeindruckend und könnten eine spannende Filmadaption ergeben.
Alles in allem ist Stonehenge ein schönes, atmosphärisches Buch mit einer faszinierenden historischen Idee. Man sollte jedoch keine durchgehend atemlose Spannung erwarten, sondern eher eine ruhiger erzählte, interessante Reise in eine längst vergangene Zeit.
